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LOK ist eine Gemeinschaftsinitiative von Werkstätten für behinderte Menschen in Berlin, Berliner Betrieben und der ISB gGmbH, um Beschäftigte aus der Werkstatt in betriebliche Ausbildungs- oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse überzuleiten.
Nachdem die kooperierenden WfbM Beschäftigte zur Teilnahme an LOK vorgeschlagen haben, wird ihnen das Projekt in Einzelgesprächen und auf Informationsabenden vorgestellt. Die Chancen und Risiken, die mit der Überleitung von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verbunden sind, werden ausführlich diskutiert. Die Freiwilligkeit der Projektteilnahme und die daraus resultierende Möglichkeit, jederzeit aus dem Projekt auszutreten, sind unverzichtbare Rahmenbedingungen.
Ist die Projektaufnahme erfolgt, werden betriebliche Integrationsberatung, ambulante Arbeitsassistenz, sozialpädagogische Alltagsbegleitung und praxisbegleitender Unterricht in vier aufeinander aufbauenden Integrationsphasen nach Maßgabe des Einzelfalls umgesetzt:
Die Projektteilnehmer/-innen und Projektmitarbeiter/-innen lernen sich näher kennen. Durch Erhebungen zur aktuellen Lebenslage und Lernbiographie machen sich die Projektmitarbeiter/-innen ein Bild von den Teilnehmer/-innen. Aufgrund dieser Informationen wird entschieden, in welchen Betrieben die Teilnehmer/-innen Praktika absolvieren wollen und können. Die Einführungsseminare dauern in der Regel eine Woche und finden in den Lehrgangsräumen der ISB gGmbH statt.
Die Teilnehmer/-innen führen ein oder mehrere Praktika in den ausgewählten Betrieben durch. Orientierungspraktika dienen dabei der Annäherung an die betriebliche Wirklichkeit und der Entwicklung beruflicher Wünsche. Durch Erprobungspraktika wird festgestellt, ob der betriebliche Qualifizierungsplatz den beruflichen Wünschen und beruflichen Fähigkeiten der Praktikanten entspricht. An einem Tag pro Qualifizierungswoche findet der fachübergreifende Unterricht in den Lehrgangsräumen der ISB gGmbH statt. Die betriebliche Orientierungs- und Erprobungsphase dauert bis zu drei Monaten.
Die Teilnehmer/-innen lernen an vier Tagen pro Qualifizierungswoche in einstellungsbereiten Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. An einem Tag pro Qualifizierungswoche besuchen sie weiterhin den fachübergreifenden Unterricht. Die Dauer der betriebsintegrierten Qualifizierungsphase soll nach 12 Monaten mit der Übernahme in ein reguläres Arbeits- oder betriebliches Ausbildungsverhältnis enden.
Für Teilnehmer/-innen, die nach erfolgreicher Überleitung weiterhin auf Unterstützung angewiesen sind, werden Abstimmung mit dem Integrationsamt die Möglichkeiten zur Finanzierung von betrieblicher oder selbst organisierter Arbeitsassistenz gemäß SGB IX geprüft. Die Kooperation mit dem im Einzelfall zuständigen IFD-Berufsbegleitung ist dabei obligatorisch.
Die Finanzierung des Projektes erfolgte bis zum 31.12.2006 durch den Europäischen Sozialfonds und die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz.